Sossusvlei und Deadvlei.
Direkt am Eingang zum Sossusvlei befindet sich die Sossusvlei Lodge – ein idealer Ausgangspunkt, um eine der beeindruckendsten Landschaften Namibias zu entdecken. Schon bei der Ankunft bekamen wir einen ersten Eindruck davon, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde: leuchtend orangefarbene Dünen, ein tiefblauer Himmel und eine scheinbar grenzenlose Weite.
Das Sossusvlei selbst ist eine helle Salz-Ton-Pfanne, die ringsum von mächtigen Sanddünen umschlossen wird. Nur in besonders regenreichen Jahren schafft es der Tsauchab-Fluss bis hierher. Dann sammelt sich das Wasser für kurze Zeit in der sonst trockenen Pfanne und bildet einen flachen See – ein seltenes Naturschauspiel mitten in der Wüste.
Das Gebiet gehört zum Namib-Naukluft-Nationalpark und ist seit dem 21. Juni 2013 Teil des UNESCO-Welterbes Namib-Sandmeer. Einige der Dünen ragen mehr als 380 Meter über die Ebene hinaus und zählen damit zu den höchsten der Welt. Die bekannteste von ihnen ist der „Big Daddy“, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Wir haben die "Big Daddy" Düne bestiegen und haben die 2 Stunden Aufstieg nicht bereut. Der Ausblick von oben über die Landschaft ist großartig.
Ihre intensive orange Farbe verdanken die Dünen dem im Sand enthaltenen Eisenoxid. Dunkle und beinahe schwarze Stellen entstehen durch Magnetit. Doch so interessant diese Fakten auch sind – sie können kaum beschreiben, wie faszinierend und überwältigend diese Landschaft tatsächlich auf uns wirkte. Die sanft geschwungenen Dünen, das ständig wechselnde Licht und die unendliche Weite muss man einfach selbst gesehen haben.
Auch die Tierwelt überraschte uns. Es ist erstaunlich, wie sich Tiere an diese scheinbar lebensfeindliche Umgebung angepasst haben und unter solch extremen Bedingungen überleben können. Ebenso gewöhnungsbedürftig waren für uns die großen Temperaturunterschiede: Während es tagsüber sehr heiß wurde, kühlte es nachts unerwartet stark ab. Am ersten Tag machten wir eine organisierte Tour in das Sossusvlei und das Deadvlei um dann am zweiten Tag diese faszinierende Landschaft auf eigene Faust erkunden zu können.
Für den Aufstieg zu dem rund 350 m hohen "Big Daddy" benötigten wir 2 Stunden. Dafür war aber die Aussicht und der Abstieg direkt hinunter in das Deadvlei mehr als lohnend!
Das Deadvlei
Das Deadvlei gehört zweifellos zu den faszinierendsten Orten im Namib-Sandmeer. Die kleine, von mächtigen Dünen umschlossene Tonpfanne liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark und bildet die meist trockene Endsenke des Wüstenflusses Tsauchab.
Schon beim Betreten beeindruckte uns die außergewöhnliche Kulisse. Der Boden besteht aus einer hellen, von unzähligen Rissen durchzogenen Ton- und Schluffschicht. Sie hebt sich deutlich von den leuchtend rötlich-orangefarbenen Dünen ab, die das Deadvlei wie eine gewaltige natürliche Arena umgeben.
Besonders charakteristisch sind die zahlreichen abgestorbenen Kameldornbäume, deren dunkle, knorrige Stämme wie Kunstwerke in den Himmel ragen. Aufgrund der extremen Trockenheit verrotten sie nur sehr langsam und sind deshalb bis heute erhalten geblieben. Einige dieser Baumgerippe sollen rund 850 Jahre alt sein. Sie erinnern an eine Zeit, in der der Tsauchab noch häufiger Wasser bis in das Deadvlei führte und die Gegend deutlich feuchter war als heute.
Seine besondere Faszination verdankt das Deadvlei vor allem den starken Kontrasten: der tiefblaue Himmel, die rot leuchtenden Dünen, vereinzelte grüne Büsche, der fast weiße Tonboden und dazwischen die dunklen Silhouetten der abgestorbenen Bäume. Je nach Stand der Sonne veränderten sich Farben und Schatten immer wieder und ließen die Landschaft beinahe unwirklich erscheinen.
Kein Wunder, dass das Deadvlei zu den beliebtesten Fotomotiven Namibias zählt. Auch wir konnten dieser einzigartigen Kulisse nicht widerstehen und hielten immer wieder inne, um zu fotografieren und die besondere Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Ortes auf uns wirken zu lassen.
Weiter ging es von Sossusvlei nach Swakopmund. Die Fahrt von Sossusvlei nach Swakopmund führte uns erneut größtenteils über Gravelroads. Dabei zeigte sich die Landschaft immer wieder von einer anderen Seite: Mal schlängelte sich die Strecke durch hügeliges Gelände, mal lagen kilometerlange, schnurgerade Pisten vor uns, die scheinbar bis zum Horizont reichten.
Gerade diese abwechslungsreiche Mischung machte die Fahrt zu einem echten Erlebnis. Hinter jeder Kurve warteten neue Ausblicke, während uns auf den langen Geraden die unendliche Weite Namibias besonders bewusst wurde.
Zu dem Reisebericht aus Swakopmund und der Walvis Bay geht es hier.













































