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Etosha-Nationalpark – auf Safari im Reich der Tiere.

Unsere erste geführte Safari vom Andersson Gate aus

Von der Palmwag Lodge führte uns unsere Reise weiter zu einem der Höhepunkte Namibias: dem Etosha-Nationalpark. Unsere erste Unterkunft in dieser Region war das Etosha Safari Camp, nur wenige Kilometer vom südlichen Andersson Gate entfernt. Unsere Hütte lag relativ weit oben am Berg und bot uns einen schönen Blick über die weite Landschaft – eine wunderbare Einstimmung auf die kommenden Safaritage.

Der Etosha Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark gehört zu den ältesten und größten Schutzgebieten Afrikas. Er wurde bereits 1907 unter Schutz gestellt und ist heute das bekannteste Wildschutzgebiet Namibias. Im Zentrum des Parks liegt die gewaltige Etosha-Pfanne, eine fast vegetationslose, weiß schimmernde Salzfläche. Der Name „Etosha“ bedeutet sinngemäß „großer weißer Platz“ – und sobald man diese scheinbar endlose Ebene vor sich sieht, versteht man sofort, woher diese Bezeichnung kommt. Der Park beherbergt 114 Säugetierarten und mehr als 400 nachgewiesene Vogelarten.

Die Safari
Von unserer Unterkunft aus starteten wir zu einer ganztägigen geführten Safari. Im Nachhinein waren wir sehr froh, den Park zunächst gemeinsam mit einem erfahrenen Guide kennenzulernen. Gerade am Anfang ist es gar nicht so einfach, in der weitläufigen Landschaft Tiere zu entdecken. Unser Guide wusste dagegen genau, worauf er achten musste, und erkannte häufig schon aus großer Entfernung eine Bewegung oder eine kaum sichtbare Silhouette im Gebüsch.
Während der Fahrt erfuhren wir viel über die verschiedenen Tierarten und ihr Verhalten. Wir lernten beispielsweise, wie man erkennt, ob Tiere entspannt oder aufmerksam sind, welche Warnsignale sie untereinander geben und warum manche Arten dicht nebeneinander an einem Wasserloch stehen, während andere lieber mit etwas Abstand warten. Nach und nach bekamen auch wir ein besseres Gespür dafür, wo sich Tiere aufhalten könnten und welche kleinen Hinweise man beim Beobachten beachten sollte.
Eine besondere Rolle spielen im Etosha-Nationalpark die zahlreichen natürlichen und künstlich angelegten Wasserlöcher. Vor allem während der Trockenzeit ziehen sie viele Tiere an und bieten damit hervorragende Möglichkeiten für Tierbeobachtungen. Allerdings hat jedes Wasserloch seinen eigenen Charakter, und welche Tiere dort erscheinen, hängt von der Jahreszeit, der Tageszeit und den jeweiligen Bedingungen ab.
So lohnt es sich, nicht nur kurz anzuhalten, sondern den Motor auszuschalten und eine Weile geduldig zu warten. Oft scheint zunächst kaum etwas zu passieren. Dann taucht plötzlich eine Herde Zebras auf, Springböcke nähern sich vorsichtig oder eine Giraffe schreitet langsam aus dem Busch hervor. Gerade dieses Warten und Beobachten machte für uns einen großen Teil der Faszination aus.
Im Etosha-Nationalpark leben unter anderem Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparden, Spitzmaulnashörner, Zebras und zahlreiche Antilopenarten. Besonders häufig sieht man Springböcke, Oryxantilopen und Streifengnus. Flusspferde, Büffel und Krokodile sucht man dagegen vergeblich, denn für sie bietet die trockene Landschaft des Parks keinen geeigneten Lebensraum.
Die ganztägige Safari vermittelte uns nicht nur einen ersten Überblick über den Park, sondern nahm uns auch ein wenig die Unsicherheit vor den späteren Fahrten auf eigene Faust. Wir lernten, wie man sich an den Wasserlöchern verhält, welche Strecken besonders interessant sein können und wie wichtig Geduld bei der Tierbeobachtung ist.

Der Ausklang
Am Abend kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken zu unserer Unterkunft zurück. Nach einem ganzen Tag im offenen Safarifahrzeug waren wir müde, aber begeistert. Ein Abendessen mit afrikanischer Live-Musik rundete diesen aufregend schönen Tag ab. Diese erste geführte Tour war für uns der ideale Einstieg in den Etosha-Nationalpark.

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Auf eigene Faust durch den Etosha zur Mushara Lodge

Nach unserem Aufenthalt am südlichen Rand des Nationalparks durchquerten wir Etosha in Richtung Osten. Unser nächstes Ziel war die Mushara Lodge in der Nähe des Von Lindequist Gates. Dieses Eingangstor liegt an der östlichen Grenze des Parks, unweit des historischen Forts Namutoni. Die Mushara Lodge befindet sich nur etwa acht Kilometer außerhalb des Nationalparks und ist deshalb ein idealer Ausgangspunkt für weitere Safarifahrten.
Schon die Fahrt durch den Park war ein Erlebnis. Nun konnten wir das bei unserer geführten Tour erworbene Wissen anwenden und selbst entscheiden, welche Strecken wir nehmen und an welchen Wasserlöchern wir länger bleiben wollten. Natürlich gehörte auch ein wenig Glück dazu. Manchmal fuhren wir eine ganze Weile, ohne ein größeres Tier zu entdecken, und dann standen plötzlich Zebras, Giraffen, Elefanten oder Antilopen unmittelbar neben der Straße.
Gerade diese Unvorhersehbarkeit machte die Fahrten so spannend. Hinter jeder Kurve konnte eine neue Begegnung warten. Wir begannen, genauer auf Bewegungen im Gebüsch, ungewöhnliche Schatten und das Verhalten anderer Tiere zu achten. Standen beispielsweise mehrere Antilopen regungslos da und blickten aufmerksam in dieselbe Richtung, konnte dies ein Hinweis darauf sein, dass sich irgendwo ein Raubtier befand – musste es aber natürlich nicht.
Auch die Besuche an den Wasserlöchern konnten wir nun ganz nach unserem eigenen Rhythmus gestalten. Wir blieben dort, solange es uns gefiel, beobachteten das Kommen und Gehen der Tiere und genossen die Ruhe. Besonders schön war es, wenn verschiedene Arten gleichzeitig zum Trinken erschienen. Dabei zeigte sich häufig eine erstaunliche Ordnung: Manche Tiere näherten sich selbstbewusst, andere blieben zunächst in sicherer Entfernung und prüften aufmerksam die Umgebung.

Die Mushara Lodge
Nach den langen und staubigen Stunden im Park war die Mushara Lodge für uns eine echte Oase der Ruhe und Entspannung. Die Anlage liegt inmitten eines grünen Gartens mit hohen Bäumen und einem schönen Poolbereich. Nach der kargen Landschaft des Etosha-Nationalparks empfanden wir diesen Kontrast als besonders wohltuend. Deswegen blieben wir hier auch 4 Nächte, wobei wir jeden Tag eine Fahrt in des Etosha Nationalpark unternahmen.
Hier konnten wir uns zurückziehen, die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren lassen und neue Kraft für die nächste Fahrt sammeln. Die entspannte Atmosphäre, das viele Grün und die geschmackvolle Gestaltung der Lodge sorgten dafür, dass wir uns vom ersten Moment an wohlfühlten. Die Mushara Lodge bezeichnet sich selbst als einen Ort der Ruhe und liegt nur wenige Fahrminuten vom Von Lindequist Gate entfernt.

Resümee
Die Kombination aus einer zunächst geführten Safari und den anschließenden Fahrten auf eigene Faust erwies sich für uns als ideal. Durch den Guide hatten wir viel über den Park und seine Tierwelt gelernt. Danach konnten wir Etosha in unserem eigenen Tempo erkunden, immer wieder anhalten und uns genau für die Beobachtungen Zeit nehmen, die uns besonders interessierten. Der Etosha-Nationalpark war für uns weit mehr als nur ein Ort, an dem man möglichst viele Tiere von einer Liste abhakt. Es war das stundenlange Beobachten, das gespannte Warten an den Wasserlöchern und die Freude über jede unerwartete Begegnung, die diese Tage so besonders machten. Und nach jeder Safari erwartete uns in der Mushara Lodge ein ruhiger Rückzugsort, an dem wir die vielen Eindrücke ganz entspannt nachwirken lassen konnten.

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Vom Etosha Nationalpark ging es weiter zum Waterberg Plateau

 
 
 
 
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