Düsternbrook – ein eindrucksvoller Abschluss unserer Namibia-Reise.
Namibias älteste Gästefarm
Die letzte Station unserer Rundreise war die Düsternbrook Safari Guest Farm, etwa eine Autostunde nordwestlich von Windhoek. Schon bei der Ankunft waren wir von der Größe und der unendlichen Weite des Geländes beeindruckt. Die Farm liegt am Rand des Khomas-Hochlandes und umfasst ein weitläufiges privates Naturgebiet mit Bergen, Savannen, Flussläufen und zahlreichen Wasserstellen.
Düsternbrook gilt als erste und älteste Gästefarm Namibias. Seit den 1980er-Jahren wurde die frühere Rinderfarm schrittweise zu einem privaten Wild- und Naturschutzgebiet entwickelt. Heute leben dort unter anderem Giraffen, Zebras, Gnus, Kudus, Oryxantilopen, Elenantilopen, Wasserböcke und Flusspferde. Mit etwas Glück lassen sich auch frei lebende Geparde oder Leoparden entdecken.
Mit „Sky Unlimited“ durch die Wildnis
Einen besonders schönen Eindruck von der Größe der Farm erhielten wir während der „Sky Unlimited“-Sundowner-Safari. Im offenen Geländewagen fuhren wir tief hinein in die abwechslungsreiche Landschaft des Khomas-Hochlandes. Die Wege führten über weite Ebenen, durch hügeliges Gelände und vorbei an verschiedenen Wasserstellen. Unterwegs konnten wir immer wieder Tiere beobachten und bekamen eine Vorstellung davon, wie vielfältig der Wildbestand auf Düsternbrook ist. Gerade weil sich das Gelände über eine so große Fläche erstreckt, fühlte sich die Fahrt tatsächlich wie eine Safari durch eine nahezu grenzenlose Landschaft an. Die etwa vierstündige „Sky Unlimited“-Tour führt durch besonders abgelegene Bereiche der Farm und endet normalerweise mit einem Sundowner auf einem rund 1.550 Meter hohen Aussichtspunkt. Von dort eröffnet sich ein weiter Rundumblick über die Berge und die ursprüngliche Landschaft des Khomas-Hochlandes.
Begegnung mit den Flusspferden
Ein besonderer Höhepunkt der Tour war der Besuch eines der großen Wasserlöcher, an dem wir Flusspferde beobachten konnten. In der trockenen Landschaft Namibias hatten wir mit diesen Tieren überhaupt nicht gerechnet und waren deshalb umso überraschter.
Zunächst lagen die massigen Tiere scheinbar ganz ruhig im Wasser. Doch dieser Eindruck täuschte. Sobald sie sich bewegten, zeigte sich, wie schnell und wendig Flusspferde trotz ihres enormen Körpergewichts sein können. Vor allem im Wasser wirkten ihre Bewegungen beinahe mühelos. Wir hätten ihnen noch lange zusehen können. Die friedliche Wasserstelle, die umgebende Wildnis und die untergehende Sonne machten diesen Moment für uns zu einem der schönsten Erlebnisse auf Düsternbrook. Der Besuch des von Flusspferden bewohnten Wasserlochs gehört zu den besonderen Stationen der „Sky Unlimited“-Tour.
Ein Leopard von außergewöhnlicher Schönheit
An einem weiteren Tag nahmen wir an einer Leopardenfütterung teil. Der Leopard war als kleines Jungtier von einem Ranger aufgenommen worden, nachdem seine Mutter auf einer anderen Farm erschossen worden war. Obwohl er heute in der freien Natur lebt, ist er an den Ranger gewöhnt und erschien zu den regelmäßigen Fütterungen.
Gespannt warteten wir darauf, dass er sich zeigte. Als er schließlich auftauchte, waren wir überwältigt. Selten hatten wir ein so schönes Tier gesehen. Sein geflecktes Fell, seine kraftvolle Gestalt und seine geschmeidigen Bewegungen wirkten beinahe vollkommen. Gleichzeitig blieb uns bewusst, dass wir einem wilden Raubtier gegenüberstanden. Der Leopard bewegte sich ruhig und selbstsicher durch das Gelände und ließ sich von unserer Anwesenheit kaum stören. Für uns war es faszinierend, ihn aus nächster Nähe beobachten zu dürfen. Die Geschichte des Tieres machte diese Begegnung allerdings auch nachdenklich. Ohne die Aufnahme und Versorgung durch den Ranger hätte das verwaiste Jungtier vermutlich kaum eine Überlebenschance gehabt. Umso eindrucksvoller war es, ihn nun als ausgewachsenen Leoparden in seiner natürlichen Umgebung zu erleben.
Der letzte Abend in Namibia
Düsternbrook war für uns ein wunderbarer Abschluss unserer Namibia-Reise. Die Weite der Farm, die abwechslungsreiche Landschaft und der vielfältige Wildbestand haben uns noch einmal eine ganz besondere Seite des Landes gezeigt.
Vor allem die Sundowner-Safari mit den Flusspferden und die Begegnung mit dem Leoparden werden uns in Erinnerung bleiben. Nach all den unterschiedlichen Stationen unserer Rundreise konnten wir hier noch einmal die Ruhe und Größe Namibias genießen, bevor es zurück nach Hause ging.
Es fiel uns nicht leicht, Abschied zu nehmen. Hinter uns lagen beeindruckende Landschaften, lange Gravelroads, unvergessliche Tierbeobachtungen und viele besondere Begegnungen. Düsternbrook war der passende Ort, um diese Reise langsam ausklingen zu lassen – mitten in der Weite und Stille Namibias.












































