Reisetipps Namibia
Einreise und Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Reisen nach Namibia seit April 2025 ein Visum. Dieses wird in der Regel für bis zu 90 Tage und für mehrfache Einreisen erteilt. Das namibische Innenministerium empfiehlt, das sogenannte „Visa on Arrival“ bereits vor Reisebeginn online als E-Visum zu beantragen. Alternativ kann das Visum an bestimmten Grenzübergängen bei der Einreise - zB. Windhoek Flughafen oder vorab über die namibische Botschaft beantragt werden. Kleiner Tipp für etwas risikobereitere Deutsche, die aus Deutschland einreisen: E-Visum erst am Flughafen beantragen, die Wartezeit verkürzt sich dann extrem, da die Abfertigung des E-Visums sehr lange dauert.
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der bei der Ankunft noch mindestens sechs Monate über die geplante Reise hinaus gültig sein und mindestens drei freie Seiten enthalten muss. Ein Personalausweis reicht nicht aus. Wichtig ist außerdem, den bei der Einreise eingetragenen Aufenthaltszeitraum sofort zu kontrollieren, da dieser mit den tatsächlichen Reisedaten übereinstimmen muss.
Für Minderjährige gelten zusätzliche Vorschriften. Neben dem eigenen Reisepass sollte eine internationale Geburtsurkunde mitgeführt werden. Reist ein Kind nicht mit beiden Sorgeberechtigten, können außerdem eine beglaubigte englischsprachige Einverständniserklärung und weitere Nachweise erforderlich sein.
Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder nach einem längeren Transit in einem solchen Gebiet kann jedoch ein Nachweis über eine Gelbfieberimpfung verlangt werden. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist unbedingt empfehlenswert.
Da sich Einreise- und Visabestimmungen kurzfristig ändern können, sollten die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts und der namibischen Behörden unmittelbar vor Reisebeginn noch einmal überprüft werden. Weitere Informationen zur Einreise und zu den Zollbestimmungen gibt es über die Homepage des Auswärtigen Amtes. erstellen gerade Inhalte für diese Seite. Um unseren eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden benötigen wir hierfür noch etwas Zeit.
Währung, Zahlungsmittel und Funknetz
Die offizielle Währung Namibias ist der Namibia-Dollar (NAD beziehungsweise N$). Er ist im Verhältnis 1:1 an den südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt. Beide Währungen sind in Namibia gesetzliche Zahlungsmittel und können gleichermaßen verwendet werden. Wichtig zu wissen: Während südafrikanische Rand auch außerhalb Namibias problemlos genutzt werden können, werden Namibia-Dollar in Südafrika normalerweise nicht als Zahlungsmittel akzeptiert.
Bargeld lässt sich an Geldautomaten in Windhoek, Swakopmund und anderen größeren Orten mit gängigen Kredit- und teilweise auch Debitkarten abheben. Die mögliche Auszahlungssumme hängt von der jeweiligen Bank, dem Geldautomaten und dem Kartenlimit ab. Da Geldautomaten in abgelegenen Regionen deutlich seltener sind, empfiehlt es sich, vor längeren Fahrten ausreichend Bargeld mitzunehmen. Wir mussten die Erfahrung machen, dass Geldautomaten oftmals kein Bargeld mehr hatten oder nur sehr kleine Beträge abgehoben werden konnten.
Kreditkarten, insbesondere Visa und Mastercard, werden in vielen Hotels, Lodges, Restaurants, Supermärkten und bei Touranbietern akzeptiert. Auf kleineren Gästefarmen, an Marktständen oder in entlegenen Regionen ist eine Kartenzahlung jedoch nicht immer möglich. Daher ist eine Kombination aus Kreditkarte und Bargeld am praktischsten.
Beim Geldabheben sollte man möglichst Automaten innerhalb von Banken, Einkaufszentren oder Supermärkten nutzen.
Das Funknetz in Namibia ist überraschend gut, wenn man sich bei MTC Namibia eine Sim-Karte kauft. Wir haben uns eine Prepaid Sim-Karte am Flughafen gekauft für ca. 20 €, die 30 Tage Gültigkeit hatte und 30 GB Datenvolumen, was für Navigation und Kommunikation vollkommen ausreichend war. Die Schlange dort ist zwar lang, aber dafür hat man sehr schnell den richtigen Tarif für Namibia. Eine E-Sim ist wegen der schlechten Abdeckung (noch) nicht empfehlenswert. besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!
Sprache
Die Amtssprache Namibias ist Englisch. In Hotels, Lodges, Restaurants und bei geführten Touren kommt man damit in der Regel gut zurecht. Namibia ist jedoch ein ausgesprochen mehrsprachiges Land: Neben zahlreichen afrikanischen Sprachen wie Oshiwambo, Otjiherero und Khoekhoegowab sind auch Afrikaans und Deutsch verbreitet. Gerade in touristischen Regionen wird teilweise sogar Deutsch gesprochen.
Beste Reisezeit & Klima
Namibia gehört zu den Ländern, die sich grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen lassen. Mit rund 300 Sonnentagen jährlich zählt es zu den sonnigsten und trockensten Reisezielen Afrikas. Allerdings unterscheiden sich die klimatischen Bedingungen je nach Region und Jahreszeit erheblich. Während es in der Namib-Wüste tagsüber sehr heiß werden kann, herrschen an der Atlantikküste oft kühle Temperaturen und dichter Nebel.
Als beste Reisezeit für eine Rundreise durch Namibia gelten die Monate Mai bis Oktober. Dann herrscht Trockenzeit, die Temperaturen sind meist angenehm und die Bedingungen für Tierbeobachtungen besonders günstig.
Trockenzeit – Mai bis Oktober
Die Trockenzeit fällt mit dem namibischen Winter zusammen. Anders als in Europa sind die Tage überwiegend sonnig und trocken. Im zentralen Hochland rund um Windhoek liegen die Tageshöchsttemperaturen im Juni und Juli durchschnittlich bei etwa 20 bis 22 °C. In tiefer gelegenen Wüstenregionen kann es deutlich wärmer werden.
Nicht unterschätzen sollte man allerdings die Nächte. Besonders zwischen Juni und August kühlt es nach Sonnenuntergang erheblich ab. Im Hochland und in der Wüste können die Temperaturen nachts sogar unter den Gefrierpunkt sinken. Warme Kleidung gehört deshalb unbedingt ins Reisegepäck.
Für Safaris ist die Trockenzeit besonders geeignet. Die Vegetation wird zunehmend spärlicher und natürliche Wasserquellen trocknen aus. Dadurch versammeln sich viele Wildtiere an den verbliebenen Wasserstellen. Vor allem im Etosha-Nationalpark bestehen zwischen Juli und Oktober hervorragende Chancen, Elefanten, Giraffen, Antilopen, Löwen und andere Wildtiere zu beobachten.
Auch für einen Besuch der Dünen von Sossusvlei und Deadvlei sind diese Monate ideal. Die trockene Luft sorgt häufig für klare Sicht und die Temperaturen sind insbesondere am frühen Morgen deutlich angenehmer als im Hochsommer.
Regenzeit – November bis April
Der namibische Sommer beginnt etwa im November. Die Temperaturen steigen und im Landesinneren werden tagsüber häufig 30 bis 35 °C erreicht. In der Wüste und im Süden sind gelegentlich sogar Temperaturen von über 40 °C möglich.
Die meisten Niederschläge fallen zwischen Dezember und März, regional auch noch im April. Allerdings bedeutet Regenzeit nicht, dass es ständig regnet. Häufig beginnt der Tag sonnig, bevor sich am Nachmittag Wolken bilden und teilweise kräftige Gewitter niedergehen.
Nach ergiebigen Regenfällen verändert sich die Landschaft erstaunlich schnell. Aus trockenen Savannen werden grüne Ebenen, Pflanzen beginnen zu blühen und viele Tiere bringen ihren Nachwuchs zur Welt. Auch für Vogelbeobachtungen ist diese Jahreszeit besonders interessant.
Für Selbstfahrer kann die Regenzeit allerdings anspruchsvoller sein. Schotterstraßen können durch starke Niederschläge beschädigt oder zeitweise unpassierbar werden. Selbst normalerweise ausgetrocknete Flussbetten können sich innerhalb kurzer Zeit mit Wasser füllen. Besonders im Norden und Nordosten sind während der Regenzeit auch Überschwemmungen möglich.
Klima – große Unterschiede zwischen den Regionen
Namibia ist klimatisch keineswegs einheitlich. Gerade auf einer Rundreise erlebt man oft innerhalb weniger Tage erhebliche Temperaturunterschiede.Namib-Wüste und Sossusvlei: Hier herrscht ein ausgesprochen trockenes Wüstenklima. Im Sommer kann es extrem heiß werden. Im Winter sind die Tage meist warm, während die Nächte empfindlich kalt ausfallen können. Für Wanderungen durch die Dünen sind die frühen Morgenstunden zu jeder Jahreszeit empfehlenswert.
Swakopmund und Walvis Bay: An der Atlantikküste sorgt der kalte Benguelastrom für ein deutlich kühleres Klima. Die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen liegen häufig nur zwischen etwa 16 und 20 °C. Typisch sind Nebel und tief hängende Wolken, die sich im Laufe des Vormittags oft auflösen. Wer von der heißen Wüste an die Küste fährt, erlebt deshalb nicht selten einen Temperaturunterschied von mehr als 15 °C.
Windhoek und das zentrale Hochland: Hier sind die Sommer warm bis heiß, während es im Winter tagsüber angenehm mild und nachts sehr kalt werden kann. Aufgrund der Höhenlage sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht besonders ausgeprägt.
Etosha und der Norden: Die Sommer sind heiß und bringen den größten Teil der jährlichen Niederschläge. Während der winterlichen Trockenzeit ist es tagsüber meist angenehm warm. Für Tierbeobachtungen sind insbesondere die späteren Trockenzeitmonate von Juli bis Oktober interessant.
Kavango und Sambesi im Nordosten: Diese Regionen erhalten deutlich mehr Regen als die Wüstengebiete im Westen und Süden. Während der Regenzeit entstehen hier teilweise üppig grüne Landschaften und ausgedehnte Feuchtgebiete.
Welcher Monat eignet sich am besten?
Für die Reiseplanung lohnt es sich, die einzelnen Monate etwas genauer zu betrachten.
Mai und Juni: Die Regenzeit ist weitgehend vorbei. Die Landschaft ist nach guten Regenjahren noch vergleichsweise grün und die Temperaturen sind angenehm. Eine schöne Zeit für Rundreisen und Landschaftserlebnisse.
Juli und August: Sehr trockene Monate mit viel Sonnenschein, guten Bedingungen für Safaris und teilweise ausgesprochen kalten Nächten. Gleichzeitig gehören sie zur touristischen Hauptsaison.
September und Oktober: Besonders gute Monate für Tierbeobachtungen, da sich viele Tiere an den Wasserstellen konzentrieren. Allerdings wird es im Oktober bereits deutlich heißer.
November bis April: Interessant für Reisende, die grüne Landschaften, dramatische Wolkenstimmungen und eine andere Seite Namibias erleben möchten. Dafür muss man mit Hitze und gelegentlichen Einschränkungen durch Regen rechnen.
Unsere Empfehlung
Wir selbst haben Namibia im Juli bereist, also mitten im südafrikanischen Winter. Für eine Rundreise mit den roten Dünen von Sossusvlei, der Atlantikküste, dem Damaraland und dem Etosha-Nationalpark ist diese Jahreszeit eine ausgesprochen gute Wahl.
Wer vor allem Tiere beobachten möchte, sollte die Monate Juli bis Oktober bevorzugen. Für eine abwechslungsreiche Rundreise mit angenehmen Temperaturen eignen sich besonders Mai bis September.
Ganz gleich, für welche Jahreszeit Ihr Euch entscheidet: Namibia bleibt ein Land der klimatischen Kontraste. Sonnenschutz und Sonnenbrille gehören ebenso ins Gepäck wie eine warme Jacke für die kühlen Morgen- und Abendstunden. Gerade diese Gegensätze machen das Reisen durch Namibia so abwechslungsreich.
Impfungen und Gesundheit in Namibia
Namibia lässt sich mit der richtigen Vorbereitung gesundheitlich gut bereisen. Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden neben den üblichen Standardimpfungen insbesondere Hepatitis A und Polio (Kinderlähmung). Je nach Reiseroute und persönlichen Umständen können auch Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder bei einem dortigen Flughafentransit von mehr als zwölf Stunden vorgeschrieben.
Ein wichtiges Thema ist Malaria. Während Windhoek, die Namib-Wüste und die Atlantikküste als malariafrei gelten, besteht im Norden des Landes ein regional und saisonal unterschiedlich hohes Risiko. Das betrifft auch den Etosha-Nationalpark. Ob die vorbeugende Einnahme von Malariamedikamenten sinnvoll ist, sollte vor der Reise ärztlich geklärt werden. Konsequenter Mückenschutz ist besonders wichtig.
Zur Reisevorbereitung gehören außerdem eine gut ausgestattete Reiseapotheke, ausreichender Sonnenschutz und eine Auslandskrankenversicherung mit medizinischem Rücktransport. Gerade in abgelegenen Regionen ist die medizinische Versorgung eingeschränkt.
Unser Tipp: Lasst Euch rechtzeitig vor der Abreise reisemedizinisch beraten. Aktuelle Informationen zu Impfungen, Malariarisiken und gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen findet Ihr beim Auswärtigen Amt und der DTG (Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und globale Gesundheit e.V.) https://www.dtg.org/index.php